Rolex Datejust II 116300 – Historie und Einordnung der 41-mm-Datejust
Die Rolex Datejust II 116300 markiert einen wichtigen Entwicklungsschritt innerhalb der traditionsreichen Datejust-Kollektion. Mit ihrem vergrößerten 41-mm-Gehäuse reagierte Rolex ab Ende der 2000er-Jahre auf veränderte Tragegewohnheiten und den Wunsch nach präsenteren Armbanduhren. Gleichzeitig blieb das Modell den klassischen Designprinzipien der Marke treu. Dieser Beitrag beleuchtet die historische Einordnung, die kulturelle Relevanz und die technischen Besonderheiten der Datejust II aus sachlicher und sammlerorientierter Perspektive.
Modell: Datejust II
Referenznummer: 116300
Funktion: Datum
Gehäuse: Stahl
Band: Stahl
Verschluss: Faltschließe
Glas: Saphirglas
Zifferblatt: Blau
Boden: Stahl, verschraubt
Durchmesser: 41 mm
Höhe: 12 mm
Werk: Automatik
Kaliber: 3135
Wasserdicht: 10 bar
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Rolex Datejust II – Entwicklung einer modernen Klassikerlinie
Die Rolex Datejust zählt seit ihrer Einführung im Jahr 1945 zu den prägendsten Armbanduhren der modernen Uhrengeschichte. Als weltweit erste automatische Armbanduhr mit Datumsanzeige in einem Fenster bei drei Uhr setzte sie einen neuen Standard für funktionale Eleganz im Luxusuhrenbereich. Die Datejust II, vorgestellt im Jahr 2009, stellt eine zeitgemäße Weiterentwicklung dieser Linie dar und spiegelt zugleich den Wandel ästhetischer Präferenzen im frühen 21. Jahrhundert wider.
Mit der Referenz 116300 präsentierte Rolex eine Datejust-Variante, die sich bewusst von den klassischen 36-mm-Ausführungen absetzt. Das auf 41 mm vergrößerte Gehäuse war eine direkte Antwort auf den damals deutlich erkennbaren Trend zu größeren Armbanduhren. Dennoch blieb Rolex seiner konservativen Produktphilosophie treu und vermied radikale Designbrüche. Stattdessen wurde die vertraute Formsprache der Datejust behutsam skaliert und modernisiert.
Historisch betrachtet nimmt die Datejust II eine besondere Stellung ein, da sie den Übergang zwischen traditioneller Dresswatch und moderner Allrounduhr markiert. Während frühere Datejust-Modelle primär als elegante Begleiter für formelle Anlässe galten, positionierte sich die Datejust II stärker als vielseitige Uhr für Alltag und Business. Das glatte Lünetten-Design der Referenz 116300 unterstreicht diesen sachlichen Charakter und hebt sie von geriffelten Varianten ab, die stärker auf klassische Eleganz setzen.
Kulturell ist die Datejust eng mit gesellschaftlichem Aufstieg, Erfolg und Beständigkeit verbunden. Seit Jahrzehnten wird sie von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur getragen, ohne dabei auf kurzfristige Modetrends zu reagieren. Auch wenn die Datejust II selbst noch keine jahrzehntelange Geschichte vorweisen kann, knüpft sie bewusst an dieses Image an und überträgt es in eine zeitgemäße Dimension.
Die Referenz 116300 mit blauem Zifferblatt verkörpert dabei eine besonders ausgewogene Variante innerhalb der Modellreihe. Blau gilt bei Rolex traditionell als Farbe für Seriosität und technische Präzision. In Verbindung mit dem Edelstahlgehäuse entsteht ein sachlicher, langlebiger Gesamteindruck, der sowohl bei Sammlern als auch bei Erstkäufern geschätzt wird. Das Zifferblatt bleibt klar strukturiert, mit applizierten Indizes und der charakteristischen Datumsanzeige mit Zykloplupe.
Aus Sammlersicht ist die Datejust II vor allem als Übergangsmodell interessant. Sie wurde vergleichsweise kurze Zeit produziert und später durch die Datejust 41 abgelöst, die proportionale Anpassungen am Gehäuse vornahm. Dadurch nimmt die Datejust II eine eigenständige Position innerhalb der Modellhistorie ein und dokumentiert eine Phase, in der Rolex mit neuen Größenverhältnissen experimentierte, ohne die eigene Identität zu verlieren.
Auch im Kontext der Markenstrategie von Rolex ist die Datejust II bemerkenswert. Während sportliche Modelle wie Submariner oder GMT-Master II häufig im Fokus medialer Aufmerksamkeit stehen, verkörpert die Datejust-Linie die wirtschaftliche und kulturelle Basis der Marke. Sie steht für Kontinuität, technische Zuverlässigkeit und zeitloses Design. Die Datejust II erweitert dieses Fundament um eine moderne, selbstbewusste Präsenz am Handgelenk.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Rolex Datejust II 116300 weniger durch spektakuläre Neuerungen als durch ihre ausgewogene Weiterentwicklung überzeugt. Sie verbindet historische Markenwerte mit zeitgemäßer Dimensionierung und bleibt damit ein relevantes Studienobjekt für Uhrenliebhaber, die sich für die evolutionäre Designstrategie von Rolex interessieren.
Technische Beschreibung der Rolex Datejust II 116300
Die Rolex Datejust II 116300 ist als robuste Automatikarmbanduhr konzipiert und erfüllt die hohen technischen Standards der Marke. Das Edelstahlgehäuse besteht aus dem von Rolex entwickelten Oystersteel, einer besonders korrosionsbeständigen Stahllegierung, die auch unter anspruchsvollen Bedingungen Formstabilität und Oberflächenqualität bewahrt. Mit einem Durchmesser von 41 mm und einer Höhe von rund 12 mm bietet das Gehäuse eine präsente, aber ausgewogene Erscheinung.
Im Inneren arbeitet das Rolex Manufakturkaliber 3135, ein seit Jahrzehnten bewährtes Automatikwerk, das für seine Gangstabilität und Wartungsfreundlichkeit bekannt ist. Es verfügt über eine Datumsfunktion mit sofortigem Datumswechsel und wird über einen beidseitig aufziehenden Rotor mit Energie versorgt. Die Gangreserve liegt bei etwa 48 Stunden. Das Werk ist als Chronometer zertifiziert und erfüllt die strengen Präzisionsanforderungen von Rolex.
Das blaue Zifferblatt ist durch ein kratzfestes Saphirglas geschützt, das mit der typischen Zykloplupe über dem Datumsfenster ausgestattet ist. Der verschraubte Gehäuseboden und die verschraubte Krone tragen zur Wasserdichtheit von bis zu 10 bar bei, was die Uhr alltagstauglich und widerstandsfähig macht.
Das Edelstahlarmband mit Faltschließe sorgt für sicheren Halt und hohen Tragekomfort. Insgesamt ist die Datejust II 116300 technisch als vielseitige Luxusarmbanduhr ausgelegt, die Präzision, Langlebigkeit und klassische Funktionalität vereint.
